WICHTIGE DETAILS ZUM ABLAUF EINER

Magenspiegelung/ Gastroskopie

In unserer Praxis werden ca. 800 Magenspiegelungen pro Jahr
erfolgreich durchgeführt.

Wann sollte man eine Gastroskopie machen lassen? 

BEI DER MAGENSPIEGELUNG WERDEN SPEISERÖHRE, MAGEN UND ZWÖLFFINGERDARM ANGESEHEN.

Diese Untersuchung kann zur Abklärung von Symptomen wie Sodbrennen, Oberbauchschmerzen, Schluckstörungen, Völlegefühl sowie Eisen- und Vitamin B12-Mangel eingesetzt werden. Ebenso kann die Frage geklärt werden, ob eine Helicobakterinfektion oder eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) vorliegen könnte.

VORBEREITUNG EINER MAGENSPIEGELUNG

Bitte beachten Sie, dass nach 20:00 Uhr am Vorabend vor der Untersuchung keine Nahrungsaufnahme mehr erfolgen darf. Nahrungsreste im Magen erschweren die Sicht und durch den Würgereflex besteht die Gefahr dass Speisebrei in die Luftröhre gelangt. Wasser dürfen Sie bis 3 Stunden vor der Untersuchung trinken.

Herausnehmbare Zahnprothesen müssen vor dem Eingriff entfernt werden.

WICHTIGE DETAILS ZUM ABLAUF EINER MAGENSPIEGELUNG

Zur Untersuchung werden Sie auf die linke Seite in die sogenannte stabile Seitenlage platziert. Ein Beißring wird Ihnen zwischen den Schneidezahnreihen eingesetzt, um Beschädigungen Ihrer Zähne zu vermeiden. Durch diesen wird dann das Gerät vorsichtig über Mund und Rachenraum in die Speiseröhre und weiter über den Magen bis in den Zwölffingerdarm eingeführt.

Auf dem Rückzug erfolgt die genaue Inspektion und, je nach Fragestellung, die Entnahme von Gewebeproben.

 

Betäubung oder Sedierung bei der Magenspiegelung: Ablauf, Wirkung und Sicherheit

Da die Magenspiegelung zwar etwas unangenehm, aber in der Regel schmerzlos ist, kann sie auf Wunsch lediglich mit einer lokalen Betäubung des Rachens erfolgen. Mithilfe einer Sedierung/Kurznarkose kann die Untersuchung für Sie jedoch auch völlig unbemerkt ausgeführt werden. Dann müssen Sie allerdings von einer Begleitperson in der Praxis abgeholt werden. Beide Varianten sind gleich sicher.

Video zum Ablauf einer Magenspiegelung →

WIE lANGE DAUERT EINE MAGENSPIEGELUNG

Die Untersuchungsdauer beträgt durchschnittlich 5-10 min.

BITTE SAGEN SIE TERMINE DIE SIE NICHT WAHRNEHMEN KÖNNEN, RECHTZEITIG ABSAGEN

Denn Termine für Magenspiegelungen sind schwer zu bekommen!

Wir bitten Sie deshalb einen für Sie reservierten Termin rechtzeitig abzusagen sollten Sie diesen nicht wahrnehmen können (bitte spätestens bis 14 Uhr am Vortag)

In dringenden Fällen (bei Schluckstörung, unklarem Gewichtsverlust und Blutarmut) können Sie mit Zustimmung über den Hausarzt einen Dringlichkeitstermin (sog. Hausarztvermittlungsfall) vereinbaren.

Ihre Fragen zur Magenspiegelung – verständlich erklärt

Welche Risiken oder Nebenwirkungen hat eine Magenspiegelung?

Die Gastroskopie ist eine Routineuntersuchung und sehr risikoarm. Dennoch kann es in selten Fällen zu Infektionen, zu Verletzungen, Blutungen oder zu Komplikationen mit der begleitenden Sedierung kommen.

Ohne Sedierung kommt es häufig zu Würgereiz, Oberbauchdruck und Luftaufstoßen.

Wie lange darf ich nach einer Magenspiegelung nicht Auto fahren?

Wenn Sie eine Sedierung mit Propofol bevorzugen, dürfen Sie 12 Stunden nach der Untersuchung nicht am Straßenverkehr teilnahmen.

Ohne Sedierung (d.h. Durchführung der Untersuchung im Wachzustand unter Verwendung eines betäubenden Rachensprays) dürfen Sie unmittelbar nach Verlassen der Praxis wieder am Straßenverehr teilnehmen.

Wie schnell bekomme ich die Ergebnisse der Magenspiegelung?

Gleich im Anschluss der Untersuchung findet in unserer Praxis ein Arztgespräch statt und Sie erhalten einen schriftlichen Befund des Ergebnisses.

Die Ergebnisse der feingeweblichen (histologischen) Untersuchung liegen in der Regel nach 10-14 Tagen vor und werden direkt an Ihren Hausarzt geschickt. Dort können Sie die Ergebnisse besprechen.

Kann ich meine Medikamente vor der Magenspiegelung weiter einnehmen?

Sie können wichtige Medikamente bis 1-2 h vor der Untersuchung mit einem kleinen Schluck Wasser einnehmen.

Was passiert, wenn ich vor der Magenspiegelung doch etwas gegessen habe?

Wenn die empfohlene Nahrungskarenz nicht eingehalten wurde, kann die Magenspiegelung aufgrund der Aspirationsgefahr nicht durchgeführt werden.

Kann während der Magenspiegelung auch gleich eine Behandlung erfolgen?

Eine Magenspiegelung dient vor allem der Diagnostik (Begutachtung und Bewertung).

Es gibt selten Erkrankungen im Bereich der Speiseröhre und Magen, die umgehend behandelt werden müssen. Finden sich z.B. behandlungsbedürftige Befunde wie z.B. große Polypen oder Ösophagusvarizen muss eine Therapie im Krankenhaus erfolgen, da die Blutungsgefahr im oberen Magen-Darm-Trakt deutlich größer ist als im Dickdarm (Polypenabtragung in der Praxis sind hier bis 20 mm unkompliziert möglich).

Ist bei Sodbrennen immer eine Magenspiegelung erforderlich?

Wenn Sie immer wieder an Sodbrennen leiden, sind Allgemeinmaßnahmen wie Ernährungsumstellung und  Gewichtsreduktion essentielle Maßnahmen. Darüber hinaus kann zunächst eine symptomorientierte Therapie mit Protonenpumpeninhibitoren (z.B. Pantoprazol oder Esomeprazol) und/oder Antazida (z.B. Gaviscon dual) versucht werden.

Was tun bei Sodbrennen

Ratgeber Protonenpumpeninhibitoren →

Prinzipiell ist es sinnvoll bei wiederkehrendem Sodbrennen eine Magenspiegelung durchzuführen, um schwere Entzündungen und/ oder chronische Veränderungen wie eine Barrettmetaplasie auszuschließen.

Ergibt sich für letztgenannte Veränderungen kein Anhalt, ist eine Kontrolle meist nicht erforderlich.

Wie oft sollte eine Magenspiegelung durchgeführt werden?

Zur Abklärung von Oberbauchschmerzen, Sodbrennen, Schluckstörungen, Gewichtsverlust, Blutarmut ist eine Magenspiegelung sinnvoll.

Kontrolluntersuchen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen wie z.B. Barrettmetaplasie, schweren Entzündungen der Speiseröhre, Autoimmungastritis, bestimmten entzündlichen Veränderungen bei Helicobacter Infektion erforderlich.

Die Indikation zur Durchführung einer Magenspiegelung bzw. einer Kontrolluntersuchung trifft Ihr Hausarzt bzw. der durchführende Gastroenterologe.