Darmspiegelung / Koloskopie

Hände die ein Koloskopiegerät halten

Unsere Praxis beteiligt sich an einer Studie zur Entwicklung eines Bluttests zur Früherkennung von Darmkrebs!



Dafür suchen wir Studienteilnehmer!

Hier finden Sie genauere Informationen!

In unserer Praxis werden ca. 2500 Darmspiegelungen pro Jahr durchgeführt.

Der Darm von innen, während einer Darmsiegelung,wo gerade mit einer Schlaufe ein Polyp entfernt wird

Bei einer Darmspiegelung werden der gesamte Dickdarm und wenn möglich die letzten 10 cm des Dünndarms angesehen.

Diese Untersuchung kann zur Darmkrebsvorsorge, sowie zur Abklärung eines positiven Stuhlbluttests, eines positiven M2PK Tests, sichtbaren Blutabgangs, Durchfällen, unklaren Bauchschmerzen und Veränderung der Stuhlgewohnheiten wie z.B. neu aufgetretenen Verstopfung erfolgen.

Polypen, insbesondere Adenome aus denen der bösartige Darmkrebs entstehen kann, sollen frühzeitig erkannt und entfernt werden. Hierzu wird die Vorsorgedarmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr (von der AOK bereits ab dem 40. Lebensjahr) empfohlen. Patienten mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko, zum Beispiel bei gehäuften Darmkrebsfällen in der Familie oder bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, sollten bereits früher eine Darmspiegelung erhalten.

Ist der Befund unauffällig, ist eine erneute Darmspiegelung nach zehn Jahren ausreichend. Bei Nachweis von Polypen oder anderen Auffälligkeiten werden die Kontrollintervalle individuell festgelegt.

Die Anzahl der Patienten mit adenomatösen Polypen bezogen auf die Anzahl der untersuchten Patienten wird in der Adenomdeketionsrate ausgedrückt. Diese ist wesentlich von der Güte der Vorbereitung des Patienten, der technischen Bildqualität und der Sorgfältigkeit des Untersuchers abhängig.
Die durchschnittliche Adenomdetektionsrate sämtlicher Untersucher in Deutschland liegt bei 20-30% (Brenner H, et al: Gastroenterology 2015;149:356-366).
In unserer Praxis werden bei jedem 2 bis 3 Patienten Adenome gefunden, was einem überdurchschnittlichem Wert entspricht.

Ablauf der Darmspiegelung

Zur Untersuchung liegen Sie auf der linke Seite. Das Endoskop wird über den Darmausgang eingeführt und vorsichtig durch die Windungen des Darms bis an das Ende des Dickdarms zum Blinddarmansatz und von dort durch die Ileozoekalklappe bis in den Dünndarm eingeführt. Da die Menschen über unterschiedliche anatomische Verhältnisse verfügen, können die Untersuchungsbedingungen manchmal erschwert sein. Um das Ende zu erreichen ist ggf. eine Schienung des Endoskops durch Druck auf die Bauchdecke von außen oder eine Umlagerung des Patienten auf den Rücken erforderlich.

Auf dem Rückzug erfolgt die genaue Inspektion, die Abtragung von Polypen (je nach Größe mit der Zange oder der Elektroschlinge) und die Entnahme von Gewebeproben bei entsprechenden Auffälligkeiten.

Die Untersuchungsdauer beträgt durchschnittlich 20-30 min.

Eine alternative Untersuchungsmethode ist die virtuelle CT Kolonographie. Auch hierfür muss der Darm gereinigt werden. Die Strahlenexpositition des Patienten und die schlechte Detektion flacher und kleiner Polypen sind Nachteile dieser Diagnostik. Bei Nachweis von Polypen muss ohnehin im Anschluss eine endoskopische Untersuchung erfolgen, um diese zu entfernen. Diese Untersuchungmehtode sollte lediglich bei Patienten angewendet werden, bei denen eine endoskopsische Untersuchung nicht möglich oder kontraindizert wäre.

Informationen zu Darmkrebs