ULTRASCHALL / SONOGRAFIE

WIE LÄUFT EINE SONOGRAFIE DES

BAUCHRAUMS GENAU AB?

Warum Ultraschall eingesetzt wird

Ultraschall (Sonografie) gehört zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Er ermöglicht eine Beurteilung von Organen und Gewebe in Echtzeit und kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Dadurch eignet er sich besonders gut für wiederholte Untersuchungen und für Situationen, in denen eine strahlenfreie Diagnostik wichtig ist.

Vorteile der Ultraschalldiagnostik

Keine Strahlenbelastung — Ultraschall arbeitet mit Schallwellen und ist daher besonders schonend.

Echtzeit‑Darstellung — Bewegungen, Blutfluss oder Organveränderungen können direkt beobachtet werden.

Breites Einsatzspektrum — Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse und viele weitere Strukturen lassen sich gut beurteilen.

Schnelle Verfügbarkeit — Die Untersuchung kann meist kurzfristig durchgeführt werden.

Gut geeignet für Verlaufskontrollen — Veränderungen können im zeitlichen Verlauf beobachtet werden, ohne zusätzliche Belastung.

Bei einer Frau wird Ultraschall des Bauches gemacht!

Was Ultraschall besonders gut darstellen kann

Ultraschall eignet sich vor allem zur Beurteilung von:

Organvergrößerungen oder -verkleinerungenBeschwerden im Oberbauch

Abklärung von Leberwertveränderungen

Zysten, Steinen oder Flüssigkeitsansammlungen

Entzündlichen Veränderungen

Durchblutungssituationen (z. B. mit Doppler‑Ultraschall)

Raumforderungen wie Knoten oder Tumoren

Die Aussagekraft hängt immer auch von der individuellen Situation ab. Bei eingeschränkter Sicht oder unklaren Befunden kann es sinnvoll sein, ergänzende Verfahren wie CT oder MRT in Betracht zu ziehen.

Wie die Untersuchung durchgeführt wird

Die Untersuchung wird in Rückenlage durchgeführt. Da Leber und Milz teilweise von den Rippen verdeckt sind, wird der Patient aufgefordert, tief einzuatmen und die Luft ein wenig anzuhalten, so dass die Organe durch das Zwerchfell nach unten geschoben und besser eingesehen werden können. Die Nieren lassen sich oftmals leichter in Seitenlage begutachten.

Weitere Informationen zum Ablauf einer Ultraschalluntersuchung →

Einfluss von Darmgasen und Gewebe auf die Bildqualität

Es kann vorkommen, dass die Untersuchungsbedingungen durch Darmgase oder Bauchdeckenfettgewebe eingeschränkt sind. Bei verminderter Sicht oder auffälligen Befunden ist es möglich, dass eine weiterführende Untersuchung z.B. eine Computertomographie oder eine Kernspintomographie empfohlen wird.

Vorbereitung auf die Ultraschalluntersuchung

Für eine möglichst gute Beurteilbarkeit wird empfohlen, bis etwa vier Stunden vor der Untersuchung keine großen Mahlzeiten und keine kohlensäurehaltigen Getränke zu sich zu nehmen. Dies reduziert die Gasbildung im Darm und verbessert die Sicht auf die Organe.
Bei Unsicherheiten zur Vorbereitung kann ein kurzes Gespräch mit dem Praxisteam hilfreich sein.

Dauer der Untersuchung

Eine Ultraschalluntersuchung dauert im Durchschnitt etwa 15 Minuten. Je nach Fragestellung oder erforderlicher Detailtiefe kann die Dauer leicht variieren. Im Anschluss werden die Ergebnisse besprochen und es wird geklärt, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

DA DIE SONOGRAFIE TERMINE OFT SCHON LANGE IM VORAUS AUSGEBUCHT SIND,
KÖNNEN WIR IHNEN LEIDERNUR BEGRENZT TERMINE ANBIETEN.
WIR BITTEN UM IHR VERSTÄNDNIS!

Folgende Organe können dargestellt werden

BAUCHSPEICHELDRÜSE

LEBER

GALLENBLASE UND GALLENWEGE

NIEREN UND NEBENNIEREN

MILZ

HARNBLASE

DARM

LYMPHKNOTEN

BLUTGEFÄSSE

Utraschall – die häufigsten Fragen

Was sieht man alles bei einem Ultraschall des Bauches?

Im Bauchraum werden von Leber mit Gallenblase, Pankreas, Milz, Nieren und Harnblase, Dünn- und Dickdarm sowie die Blutgefäße beurteilt, darüber hinaus werden auch weitere Strukturen wie z.B. Lymphknoten oder Flüssigkeit erkannt und beurteilt werden.

Was kann man mit Ultraschall nicht sehen?

Ein großes Problem im Ultraschall ist die „Luft“ im Bauchraum, dann alle Organe, die dahinter liegen können nicht dargestellt werden. Häufig kann deshalb die Bauchspeicheldrüse nicht gut oder nicht vollständig dargestellt werden. Das gleiche gilt für den Magen, bei dem eine Beurteilung durch den Ultraschall in der Regel nicht möglich ist.

Warum sieht man manchmal nicht alles im Ultraschall?

Die Luft der Lunge oder Darmgase schränken die Sicht im Ultraschall teilweise erheblich ein. Manchmal gibt es anatomische Gründe (z.B. bei Fettleibigkeit. Ganz selten gibt es gar keinen erkennbaren Grund, und trotzdem sieht man nicht gut.

Ist ein Ultraschall des Bauches schmerzhaft?

Das Schöne am Ultraschall: er ist schmerzfrei!

Was ist der Unterschied zwischen Ultraschall und MRT/CT?

Der Ultraschall ist eine einfache, schnelle und sichere Untersuchungstechnik. Verschiedene Facharztgruppen (Gastroenterologen, Internisten, Hausärzte, Gynäkologen etc.) erlernen diese Technik im Rahmen ihrer Ausbildung.

CT und MRTs werden durch einen Facharzt für Radiologie durchgeführt und beurteilt. Beide Methoden sind aufwändiger und teurer als der Ultraschall. Durch ein CT kommt zusätzlich noch eine gewisse Strahlenbelastung auf den Patienten zu. Trotzdem sind sie für manche Fragen unerlässlich, da sie sog. „Schichtbilder“ erzeugen. Luft oder eine Lageanatomie stellen keine Probleme mehr da.

Kann man Tumore im Ultraschall erkennen?

Ja, der Ultraschall ist eine gute Methode, Tumore im Bauchraum nachzuweisen, denn die neugebildete Masse hat eine andere Gewebsstruktur und wirkt verdrängend am oder im Organ. Durch diese Auffälligkeiten können sie erkannt werden.

Was bedeutet ein unauffälliger Ultraschall?

Unauffälliger Befund bedeutet, dass durch den Ultraschall kein Hinweis gefunden werden kann, der auf einen krankhaften Prozess der Organe hinweist. Es bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass der Patient gesund ist, denn es gibt die die Struktur der Organe nicht oder erst sehr spät verändern, diese sind dann durch andere Untersuchungsmethoden erkennbar.

Wie muss ich mich für einen Bauchultraschall vorbereiten?

In der Regel müssen Sie sich für einen Ultraschall nicht vorbereiten. Eine Untersuchung im nüchternen Zustand erleichtert aber z.B. die Beurteilung der Gallenblase. Ebenso sollte auf stark blähende Speisen verzichtet werden um Gasbildung im Bauchraum zu vermeiden.

Wie lange dauert ein Ultraschall des Bauches?

Die Untersuchung dauert, je nach Fragestellung, ca. 10-20 Minuten.

Was kostet ein Ultraschall des Bauches?

Die Kosten für gesetzlich Versicherte übernimmt die Krankenkasse. Eine Untersuchung als „Selbstzahlerleistung“ für gesetzlich Versicherte dürfen wir leider nicht anbieten.

Kann man Ultraschall auch ohne Überweisung machen?

In unserer Praxis führen wir Ultraschall nur bei Patienten durch, die wir in unserer Sprechstunde betreuen. Die Indikation wird durch uns gestellt, deshalb ist dann keine Überweisung erforderlich. Soll nur ein Ultraschall durchgeführt werden, kann dies entweder durch den Hausarzt oder durch einen Radiologen erfolgen.

Wie zuverlässig ist ein Ultraschall?

Die Genauigkeit der Ultraschalluntersuchung hängt zum einen von der Sichtbarkeit der Organe ab, aber auch davon, was beurteilt werden soll. Wenn z.B. nach Steinen in der Gallenblase gefragt ist, ist der Ultraschall die Untersuchungsmethode der Wahl. Auch zum Ausschluss von Tumoren, ist der Ultraschall gut geeignet und zuverlässig. Sollte bei der Untersuchung festgestellt werden, dass nicht alles gut gesehen werden kann oder Unsicherheiten in der Beurteilbarkeit bestehen, wird in der Regel die Diagnostik mittels CT oder MRT ergänzt.

Warum muss man beim Ultraschall tief einatmen?

Die Leber und die Milz liegen im Bauchraum sehr weit oben und werden z.T. von der Lunge bedeckt. Wenn zwischen Ultraschallsonde und Organ Luft ist, kann das Organ nicht dargestellt werden. Aus diesem Grund bitten wir unsere Patienten tief einzuatmen, die Leber und Milz werden dann in den Bauchraum Richtung Unterbauch gedrückt und können so besser dargestellt werden.

Kann man Ultraschall in der Schwangerschaft gefahrlos machen?

Ja, ein Ultraschall kann in der Schwangerschaft gefahrlos durchgeführt werden.