INFORMATIONEN ZUM ABLAUF

DARMSPIEGELUNG/
KOLOSKOPIE

oInformationen zum Ablauf einer Darmspiegelung (Koloskopie)

Bei einer Darmspiegelung werden der gesamte Dickdarm sowie die letzten etwa zehn Zentimeter des Dünndarms betrachtet.

Die Untersuchung dient sowohl der Vorsorge als auch der Abklärung verschiedener Beschwerden. Sie kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und medizinisch einzuordnen.

Gründe für eine Darmspiegelung

Diese Untersuchung kann als reine Vorsorgeuntersuchung erfolgen oder zur Abklärung verschiedener Fragestellungen, zum Beispiel:

  • positiver Stuhlblut- oder M2PK‑Test
  • sichtbare Blutabgänge
  • länger anhaltende Durchfälle
  • unklare Bauchschmerzen
  • Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, etwa neu aufgetretene Verstopfung

Die Koloskopie ermöglicht eine direkte Beurteilung der Darmschleimhaut und trägt dazu bei, Ursachen von Beschwerden besser zu verstehen.

Hauptziel einer Koloskopie:
Polypen frühzeitig erkennen und entfernen

Polypen – meist sogenannte Adenome – können sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren entwickeln. Daher ist das frühzeitige Erkennen und Abtragen dieser Polypen ein zentrales Ziel der Untersuchung. Die Vorsorgedarmspiegelung wird in der Regel ab dem 50. Lebensjahr empfohlen, einige Krankenkassen bewilligen sie bereits ab 40 Jahren.

Personen mit erhöhtem Darmkrebsrisiko, etwa bei familiärer Häufung oder bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, sollten die Untersuchung früher durchführen lassen.

Ist der Befund unauffällig, reicht meist eine erneute Darmspiegelung nach zehn Jahren. Werden Polypen oder andere Auffälligkeiten entdeckt, werden die Kontrollintervalle individuell festgelegt.
Entnommene Gewebeproben werden zur mikroskopischen Untersuchung an ein pathologisches Institut gesendet; die Ergebnisse liegen in der Regel nach fünf bis zehn Tagen vor.

Informationen zum Ablauf einer Darmspiegelung (Koloskopie)

Bei einer Darmspiegelung werden der gesamte Dickdarm sowie die letzten etwa zehn Zentimeter des Dünndarms betrachtet. Die Untersuchung dient sowohl der Vorsorge als auch der Abklärung verschiedener Beschwerden. Sie kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und medizinisch einzuordnen.

Weitere Informationen zur Darmspiegelung →

Überdurchschnittliche Erfolgsquote beim Auffinden von Polypen

Die Adenomdetektionsrate beschreibt den Anteil der Patientinnen und Patienten, bei denen adenomatöse Polypen gefunden werden. Sie hängt unter anderem ab von:

  • der Qualität der Darmvorbereitung
  • der technischen Bildqualität
  • der Sorgfalt der Untersuchenden

In Deutschland liegt die durchschnittliche Adenomdetektionsrate bei etwa 20–30 %. In unserer Praxis werden bei mindestens jedem 3. Patienten Adenome entdeckt – ein überdurchschnittlicher Wert, der auf eine sorgfältige und qualitativ hochwertige Untersuchung hinweist.

Um diese Quote noch weiter zu erhöhen setzen wir mittlerweile KI ein.

Darmspiegelung –Der Darm von innen, während einer Darmsiegelung, wo gerade mit einer Schlaufe ein Polyp entfernt wird

Vorbereitung auf die Darmspiegelung (Koloskopie)

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für die Qualität der Darmspiegelung. Nur wenn der Darm ausreichend gereinigt ist, können die Schleimhautoberflächen zuverlässig beurteilt und Polypen sicher erkannt oder entfernt werden. Die Vorbereitung beginnt bereits am Vortag der Untersuchung und umfasst Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und die Einnahme eines Abführmittels, das Ihnen in der Praxis erklärt oder verordnet wird.

Bei Fragen oder Unsicherheiten ist es sinnvoll, diese vorab mit dem medizinischen Team zu besprechen.

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr vor der Untersuchung

Am Tag vor der Darmspiegelung wird in der Regel auf leichte, gut verdauliche Kost umgestellt. Viele Patientinnen und Patienten erhalten die Empfehlung, auf ballaststoffreiche Lebensmittel zu verzichten, da diese Rückstände im Darm hinterlassen können. Ab dem Nachmittag oder Abend vor der Untersuchung wird meist nur noch klare Flüssigkeit aufgenommen. Dazu zählen Wasser, Tee oder klare Brühen. Diese unterstützen die Reinigung des Darms und helfen, den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten.

Einnahme des Abführmittels zur Darmreinigung

Für die eigentliche Darmreinigung wird ein Abführmittel verwendet, das in mehreren Schritten eingenommen werden muss. Die genaue Vorgehensweise hängt vom jeweiligen Präparat ab und wird Ihnen im Rahmen der Terminvorbereitung erklärt.

Hinweise für den Untersuchungstag

Am Untersuchungstag selbst bleibt der Darm leer, und es wird weiterhin auf feste Nahrung verzichtet. Gewisse klare Flüssigkeiten sind bis wenige Stunden vor der Untersuchung erlaubt.

Vor Beginn der Koloskopie findet ein kurzes Gespräch statt, in dem offene Fragen geklärt und der Ablauf noch einmal erläutert werden kann.

Sie erhalten von uns eine umfangreiche Broschüre, die alle Schritte einer gründlichen Vorbereitung zur Darmspiegelung und alle weiteren wichtigen Fragen ausführlich erklärt.

INFORMATIONEN ZUM ABLAUF einer Koloskopie

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Vorbereitung auf eine Koloskopie

ABLAUF EINER DARMSPIEGELUNG

Zur Untersuchung liegen Sie auf der linken Seite. Es wird ein dünner biegsamer Schlauch mit Lichtquelle und Kamera über den Darmausgang eingeführt und vorsichtig so weit vorgeschoben, bis der Dünndarm in den Dickdarm einmündet (sichtbar an der sog. Ileozoecalklappe). Hier findet man auch den Abgang zum sog. Blinddarm.
Da die Menschen über unterschiedliche anatomische Verhältnisse verfügen, können die Untersuchungsbedingungen manchmal erschwert sein. Um das Ziel zu erreichen ist ggf. eine Schienung des Endoskops durch Druck auf die Bauchdecke von außen oder eine Umlagerung des Patienten auf den Rücken erforderlich.

Aus diesem Grund ist es uns nicht möglich Patienten, die schwerer als 120 kg sind zu untersuchen. Danke für Ihr Verständnis!

Auf dem Rückzug erfolgt die genaue Inspektion der Darmwand und die Abtragung von Polypen (je nach Größe mit der Zange oder der Elektroschlinge) bzw. die Entnahme von Gewebeproben bei entsprechenden Auffälligkeiten.

Die Untersuchungsdauer beträgt durchschnittlich 20-30 min.

ALTERNATIVE UNTERSUCHUNGSMETHODEN

Eine alternative Untersuchungsmethode ist die virtuelle CT Kolonographie. Auch hierfür muss der Darm gereinigt werden. Die Strahlenexpositition und das schlechte Erkennen flacher und kleiner Polypen sowie die fehlenden Abtragungsmöglichkeiten während der Untersuchung sind Nachteile dieser Diagnostik.

Diese Untersuchungmethode sollte lediglich bei Patienten angewendet werden, bei denen eine endoskopische Untersuchung nicht möglich oder kontraindiziert ist.

 

Hände die ein Koloskopiegerät halten
EINSATZ VON KÜNSTLICHER INTELLIGENZ

WIESO KI IN DER KOLOSKOPIE

KI ERHÖHT DIE ENTDECKUNGSRATE VON POLYPEN

Durch den Einsatz einer künstlichen Intelligenz (KI, in unserer Praxis durch das Discovery System der Firma Pentax) wird während der Darmspiegelung das ärztliche Untersuchungsbild in Echtzeit durch eine hierfür entwickelte Software zusätzlich analysiert. Durch ein Farbsignal wird der Untersucher dabei auf mögliche kleinste pathologische Veränderungen aufmerksam gemacht.
Studien belegen, dass durch den Einsatz einer KI die Anzahl der gefundenen Polypen erhöht werden kann.

KEINE GESUNDHEITLICHEN RISIKEN

Die Anwendung der KI birgt keine gesundheitlichen Risiken oder unerwünschte Nebenwirkungen, da es sich um eine Bildverarbeitung handelt und diese nicht im Körper stattfindet.

MEIST LEIDER IGELLEISTUNG

Leider wird derzeit der Einsatz der KI im Rahmen der Darmspiegelung von den gesetzlichen Krankenkassen und ebenso von manchen privaten Krankenkassen nicht erstattet.

Auf Wunsch bieten wir unseren Patienten die Möglichkeit, unser KI-System bei der Endoskopie zu nutzen. Dabei handelt es sich um eine sog. IGeL-Leistung, deren Kosten vom Patienten in der Regel selbst zu tragen sind.

Wir erlauben uns für diese Selbstzahlerleistung einen Betrag von 50 Euro in Rechnung zu stellen.
Wir lehnen uns hierfür an die GOÄ-Ziffer 5733 (Einfacher Satz: Zuschlag für computergesteuerte Analyse) an.

Ihre Fragen zur Darmspiegelung – verständlich erklärt

Welche Risiken oder Nebenwirkungen hat eine Darmspiegelung?

Die Darmspiegelung zählt zu den ungefährlichen Untersuchungen. Zu den relevanten Risiken zählen die Verletzungen, Blutungen und Zwischenfälle bei der Sedierung. Das Risiko hierfür liegt aber lediglich zwischen 1-2 Promille. Häufige Nebenwirkungen nach dem Eingriff sind Bauchkrämpfe und Blähungen. Durch die Verwendung von CO2 anstelle von Raumluft sind diese Beschwerden aber gering.

Wie lange darf ich nach einer Darmspiegelung nicht Auto fahren?

Sie dürfen 12-24 Stunden nach dem Eingriff nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen in Anhängigkeit von der Zusammensetzung der „Schlafspritze“.

Wie schnell bekomme ich die Ergebnisse der Darmspiegelung?

Sie bekommen umgehend den schriftlichen Befund mit einem kurzen ärztlichen Gespräch ausgehändigt. Wenn Gewebe entnommen wurde, dauert es 1-2 Wochen, bis das Ergebnis dieser Proben dem Hausarzt vorliegt.

Kann ich meine Medikamente vor der Darmspiegelung weiter einnehmen?

Blutverdünnende Medikamente und Zuckertabletten/Insulin sollten vor dem Eingriff pausiert werden. Die Entscheidung ab welchen Zeitpunkt dies geschehen soll, legen wir gemeinsam mit Ihnen im Vorgespräch fest, denn manche Medikamente dürfen auch nicht pausiert werden! Die meisten Medikamente (z.B. Blutdrucksenker, Cholesterinsenker) können unverändert weiter genommen werden.

Was passiert, wenn ich vor der Darmspiegelung doch etwas gegessen habe?

Bitte sagen Sie uns dann ehrlich wann sie das letzte Mal gegessen haben und was. Der Magen muss für eine „Schlafspritze“ leer sein, da unter der Untersuchung das Risiko für Erbrechen besteht und Mageninhalt in die Lunge gelangen kann. Wir werden dann ggf. versuchen, den Termin taggleich zu einem späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Kann während der Darmspiegelung auch gleich behandelt werden?

Ja, die Darmspiegelung dient häufig dazu, dass Polypen gefunden werden. Diese werden während der Untersuchung abgetragen. Auch Blutungen können mittels sog. Clips zum Stillstand gebracht werden.

Was kostet eine Darmspiegelung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Kosten für eine Darmspiegelung werden bei entsprechender Indikation von der Krankenkasse (gesetzlich und privat) übernommen.